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Unser Urlaub - August 2010!

10. August / Weltenburg - Bad Gögging

Die Vorbereitungen sind beendet, das Auto ist überprüft, alle Papiere sind zusammengesucht und die Koffer sind im Auto. Dann kann's ja losgehen! Endlich wieder einmal Urlaub.

Anreise Donauschifffahrt Donauschifffahrt

Über "sparmit.de" war der Gardasee gebucht. Da wir das nicht auf einen "Rutsch" durchfahren wollten, hatten wir uns - sowohl hin, als auch zurück - für einen Zwischenstop entschieden. Dieser Reiseanbieter hat den Vorteil, auch ein großes Angebot an günstigen 2-Tage-Aufenthalten zur Verfügung zu haben. Bad Gögging hat uns von der Lage und vom Angebot her gut gefallen und war daher unser erstes Ziel. Bad Gögging liegt fast auf den Meter auf der Hälfte der Gesamtstrecke nach Limone.

Auf Grund einer solch 'gemütlichen' Anreise war klar: Da war noch was! Wir fuhren über Regensburg und hatten dann den Donaudurchbruch auf dem Weg. Durch die Busreisen bin ich zwar überall hingekommen, aber wir konnten nie alles, was auch uns interessiert hätte, mitmachen. Insofern wurde hier eine Schiffahrt gebucht. Vom Kloster Weltenburg nach Kelheim und zurück, also von beiden Seiten durch den Donau-Durchbruch, sehenswert und fantastisch.

Donauschifffahrt Donauschifffahrt Donauschifffahrt

Im Hafen von Kelheim wurde ein "Ausflugs-Bähnchen" genutzt, um zur Befreiungshalle hinauf zu kommen. Hinauf deshalb, weil sie auf dem 126 Meter hohen Michelsberg errichtet wurde. Es dauerte genau 21 Jahre, von 1842 bis 1863, bis der gewaltige Bau vollendet war. Gestalten ließ ihn König Ludwig I. von Bayern vom bekannten Münchner Baumeister Leo von Klenze, in Erinnerung an die Befreiungskriege gegen Napoleon in den Jahren 1813 bis 1815. Nun ist diese Befreiungshalle nicht nur Geschichte, sondern auch das Wahrzeichen von Kelheim und nicht zuletzt ein Aussichtspunkt mit einem herrlichen Weitblick in die Umgebung des Donautales.

Donauschifffahrt Donauschifffahrt Donaudurchbruch

Nach dieser Stippvisite fuhren wir mit dem nächsten Schiff wieder nach Weltenburg zurück. Der Höhepunkt ist auf diesem Wege natürlich der Donaudurchbruch selbst. Zwischen der Stillen und der Langen Wand verengt sich der Strom bis auf 110 Meter. Vor etwa 150 Millionen Jahren, als das Gebiet noch ein flaches Meer war, entstand die fossilienreichste Formation Deutschlands. Die Donau hatte sich auf dem Wege der rückschreitenden Erosion rückwärts, also zur Quelle hin, vorgearbeitet und vor rund 80.000 Jahren das heutige Bett geschaffen. Das Naturschutzgebiet "Weltenburger Enge", das seit 1938 besteht, wurde am 5. März 1978 mit dem Europadiplom ausgezeichnet.

Donauschifffahrt Donaudurchbruch Donaudurchbruch

Das um 620 gegründete Kloster Weltenburg gilt als das älteste Kloster in Bayern. Am interessantesten daran war allerdings die im Jahr 1050 gegründete älteste Klosterbrauerei der Welt. Von der hohen Qualität des Bieres zeugt der 2004 verliehene "World Beer Award" für das "Weltenburger Kloster Barock Dunkel" als bestes Dunkelbier der Welt. Nur leider für uns nicht, als Kraftfahrer. Also haben wir uns wieder unseres "klein Erwins(Sandero)" besonnen und sind die paar Kilometer nach Bad Gögging weiter gefahren.

Vom Business-, Tagungs- und Wellness-Hotel "The Monarch" erwartet, bekamen wir nach dem Einchecken und Einrichten ein vorzügliches Drei-Gänge-Menü. Das war einer der Zusatzpunkte im Paket der 2-Übernachtungen mit Frühstück in Bad Gögging.





11. August / Bad Gögging

Ein weiterer Punkt war eine Brauereibesichtigung mit Verkostung in Abensberg am nächsten Tag. Wie wir dort hin kommen, wurde uns überlassen. Mit dem Bus? Recht umständlich! Mit dem Taxi hieße es, Eulen nach Athen zu tragen! Diese Maßnahme war daher zum Scheitern verurteilt, da auch der Fahrer ein Bierchen verdient hätte. Wir konzentrierten uns daher auf Bad, Sauna und die Planung der Fahrt über die Alpen am nächsten Tag.

Bad Gögging Bad Gögging Bad Gögging Bad Gögging



12. August / Bad Gögging - Limone sul Garda

Wie kommt man zum Gardasee? Fragt man einen Berufskraftfahrer, dann bekommt man das kurz und präzise so erklärt: Also von Bad Gögging auf die A92 und A9 Richtung München. Dann die A99 um München herum auf die A8 und in Höhe Rosenheim die A93 nach Österreich auf die A12. Am Dreieck Innsbruck auf die A13-Brennerautobahn nach Italien und auf der A22 bis zur Abfahrt "Rovereto Sud/Lago di Garda Nord" immer der Ausschilderung "Riva di Garda" nach! Und dann ist schon Limone ausgeschildert.

Tegernsee Achensee Achensee

Das ist zwar nicht falsch, aber wer versteht das schon und überhaupt wir fahren in den Urlaub und brauchen uns nicht von Lenk- und Ruhezeiten geißeln zu lassen! Also Autobahn ist schon mal Richtig, aber nur bis Holzkirchen, kurz hinter München. Dann hatten wir uns für die Strecke am Tegernsee entlang, über den Achenpass nach Österreich entschieden. Bevor wir aber wieder im Inntal landeten, machten wir noch einen Foto-stop am Achensee und an einem exponierten Punkt auf der Inntalseite: Die Kanzelkehre.

Achensee Kanzelkehre Kanzelkehre

Ein günstig angelegter Parkplatz an den Felsen des Achensees bietet einen Ausblick von Pertisau bis Achenkirch. Ebenso schön ist auch die Aussicht von der Kanzelkehre an der Südseite des Rofangebirges. Von hier aus hat man den Blick über den Inn hinweg ins Zillertal. Nach dem Motto, auch der Weg ist ein Ziel, genossen wir diese Aussichten, die hier auch dokumentiert sind.

Das nächste Highlight wartete schon auf uns: Der Brennerpaß! Vorbei an den Swarovski-Kristallwelten Wattens, vielen, vielen österreichischen Blitzern(mehr als in Deutschland), durch Innsbruck hindurch und am Bergisel, mit seiner 50 m hohen Olympiaschanze vorbei. Der Name Bergisel leitet sich übrigens von der vorrömischen Bezeichnung burgúsinus (erhöhte Stelle) ab und wird daher auch zusammengeschrieben. Und schon waren wir im "Sill-Tal". Das ist der Bach, der durch den Tiroler Teil des Wipptales fließt, also vom Brenner herunter nach Innsbruck! Was das Wipptal angeht, waren auch wir bisher davon überzeugt, daß es gleich dem Sill-Tal sei, aber es führt noch über den Brennerpaß hinaus durch das Etsch(Adige)-Tal bis zur Franzensfeste, kurz vor Bressanone(Brixen).

Brennerstraße Brennerstraße Brennerstraße

Zuvor aber sollte uns noch die Europabrücke in ihren Bann ziehen. Mit ihren 192 Metern über dem Sill-Bach ist sie seit dem 14. Dezember 2004 leider nicht mehr die höchste Autobahnbrücke. Diesen Rang hat ihr der "Viaduc de Millau" in Südfrankreich abgerungen. Diese ist mit ihrer Fahrbahn 270 Meter über der Tarn. Da aber die Bauart von Brücken verschieden ist, bleibt die Europabrücke doch noch die höchste BALKENBRÜCKE, denn die Brücke von Millau ist eine SCHRÄGSEILBRÜCKE.

Brenner-Ort Brennerstraße Brennerautobahn Brennerautobahn

Da wir ja die Europabrücke so sehen konnten, wie auf den Foto's weiter oben, ist klar, daß wir nicht die Autobahn, sondern die alte Brennerstraße genutzt haben. Eine gute Idee, wie wir meinten, denn die Landschaft ist herrlich und nicht zuletzt ist es auch noch wesentlich preiswerter. Der Brennerpaß in einer Höhe von 1.374 m war nun kein Hindernis mehr und wenn wir nicht aufgepaßt hätten, wäre uns die latente Grenzlinie im Ort noch entgangen. Ein Kreisverkehr fiel uns auf, der bei Einfahrt österreichische- und bei Ausfahrt italienische Beschilderung hatte. Hier war also die Grenze.

Sigmundskron Burg Eppan Kalterer See Castel Beseno

Aber dann ging es bergab bis Bressanone(Brixen). Stau! Da ging nichts mehr. Das haben wir uns eine Weile angesehen und drehten dann zum letzten Autobahnanschluß um. Dann eben via Autobahn bis Bolzano(Bozen) und weiter Richtung Merano(Merane). Bevor wir die Abfahrt Eppan erreichten, um in die Weinstraße nach Caldaro (Kaltern) zu kommen, fuhren wir noch unter dem "Castel Firmiano"(Schloß Sigmundskron) hindurch. Reinhold Messner betreibt hier sein Bergsteiger-Museum. Entlang der "Strada del Vino"(Weinstraße) fuhren wir nun durch Eppan, Kaltern, vorbei am Lago di Caldaro(Kalterer See) auf Termeno(Tramin) zu. Der gleichnamige Wein ist hinlänglich als "Gewürz-Traminer" bekannt.

Castell Beseno Castell Beseno Castell Beseno

Von Tramin aus konnten wir schon die Autostrada(Autobahn) vom Brenner nach Verona sehen. Die Weinstraße verläuft zwar noch einige Kilometer neben der Autobahn, aber wir fuhren den Rest der Strecke nun doch auf der A22, vorbei an Trento und dem "Castel Beseno", bis Rovereto. Von dort aus war, geographisch gesehen, nur noch der Passo di San Giovanni mit 287m vor dem Gardasee. Wenn da nicht ein Allerweltsladen wäre, den Reisebusfahrer in ganz Europa kennen. Hier bekommt man alles, was man sich vorstellen kann. Vom Schnürsenkel(mit Schuh) über Gürtel, Toastbrot, Taschen, Getränke, Schnaps Wein, Sekt, Schinken, italienischen Kitsch bis zum Schmuck fehlt es an nichts. Vor der EURO-Einführung war es immer eine gute Gelegenheit, die restlichen 'Lire' auszugeben.

Torbole Limone Limone

Aber jetzt die letzte Etappe! Über den Pass San Giovanni kamen wir zum Tor des Gardasee: Nago. Uns empfing eine einmalige Aussicht über den See. Am westlichen Ufer war unser Ziel schon zu erahnen, Limone. Im Hotel "Villa Dirce" angekommen wurde ebenfalls erst einmal die Aussicht geprüft und für einmalig befunden. Der Gardasee und Limone lag uns zu Füßen. Und morgen wird beim Italiener gefrühstückt!






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©2010 Frank Jeschke / Reisebus - Info-Seite

Erstellt am:
  28.05.2005
Letzte Aktualisierung:
  22.11.2011 01:13:16